Wenn du zur Quelle willst

Mystische Geheimnisse

von Bacher, Manfred

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1. Auflage
Umfang (Seiten): 196
18 x 12 cm
Paperback, Kalender, Einbandart: Paperback
Art.Nr.: 2773

Produktbeschreibung

Viele Christinnen und Christen vermissen mystische Ansätze, die ihnen den Weg zum inneren Gebet aufzeigen. Sie wünschen sich Anregungen, wie sie durch das regelmäßige meditative Ruhegebet das Göttliche in sich selbst entdecken können. Manfred Bacher zeigt, dass viele bekannte Kirchenlieder, Gebete und Psalmen wertvolle Hinweise auf die christliche Mystik in sich bergen. Diese Texte und Lieder können helfen, die Aufmerksamkeit nach innen zu wenden, sich aus Denkfallen und einengenden Dogmen zu befreien und in Glaubensfragen Selbstverantwortung zu übernehmen.


Manfred Bacher, geb. 1950; ist langjähriger Kommunikations- und Verhaltenstrainer sowie erfolgreicher Sachbuchautor. Heute ist er insbesondere als Achtsamkeitstrainer bzw. Meditationsbegleiter und Referent tätig.




Rezension


Die derzeitige globale Corona-Krise führt uns deutlich vor Augen, wie fragil äußere Lebensstrukturen im Grunde sind. Sie versprechen uns Halt, Sinn und Erfüllung, und im Großen und Ganzen vertrauen wir uns ihnen gerne an, wenn auch oft mit murrender Kritik im Einzelnen. Wenn aber institutionell vorgegebene Routinen, Gewohnheiten und Orientierungen weg brechen, was dann? Unabhängig von aktuellen Anlässen und doch gerade deswegen heute wie immer wieder bedenkenswert, empfiehlt der in dieser Thematik kundige und ausgewiesene Autor des vorliegenden Buches einen „Pilgerweg nach innen“ (S. 19; 113) - so, wie es Mystikerinnen und Mystiker in den unterschiedlichsten Kulturen des Ostens wie des Westens, des Nordens wie des Südens zu allen individuellen wie gesellschaftlichen Krisen- und Umbruch-Zeiten immer schon empfohlen, vorgemacht und vorgelebt haben. Denn im eigenen Selbst ist dasjenige zu finden, was Menschen draußen vergeblich suchen: Halt, Ruhe, Frieden, Gott.

Vor dem biografischen Hintergrund eigener spiritueller Erfahrungen in langjähriger Praxis z.B. des Herzensgebets (S. 10; 191) zeigt Bacher in jedem der 52 kurzen, zur Meditation einladenden Kapitel anhand markanter Zitate aus der Fülle der biblischen - kanonischen wie außer-kanonischen - Überlieferungen, aber auch aus Philosophie und Dichtung, Politik und Psychologie, Musik und Wissenschaft, vor allem aber aus dem reichhaltigen Liedgut der Kirchen, einen Weg zur inneren Wahrnehmung der Einheit von Gott, Mensch und Welt. Es ist ein Weg zum Ursprung und zur „Quelle“ allen Seins über alle Grenzen zwischen unterschiedlichen Religionen und Konfessionen hinweg. Wie Predigten können diese in angenehm leichter Sprache geschriebenen Kapitel je für sich, aber auch im verweisenden Zusammenhang mit Gewinn als Hilfestellung und praktische Anweisung gelesen und bedacht werden. Denn: „‚Das Ideal liegt in dir, das Hindernis auch‘“, wie Bacher Thomas Carlyle zitiert (S. 20).

Eines dieser Hindernisse auf dem Weg zu spiritueller Erfahrung von Tiefe (vielleicht ist dieses Wort hier passender als „Geheimnis“) ist leider auch und immer wieder die Kirche als Institution mit ihrer offiziellen Theologie, trotz des eigenen, weitgehend noch zu hebenden Schatzes mystischer Traditionen in den eigenen Reihen. Aber geliebt haben die Amtskirchen diese unorthodoxe, freie und unabhängige Art von Frömmigkeit nie so richtig. Vielleicht ändert sich das angesichts dramatisch zunehmender Kirchenaustrittszahlen in unserer postchristlichen Zeit. Denn, wie es schon fast sprichwörtlich heißt: „Spiritualität boomt - die Kirchen leeren sich“ (S. 114). Zumindest sind die vielfältigen Strömungen der Mystik in ihrer interreligiösen und ökumenischen Weite, mit ihrer Verbindung von Skepsis und Sehnsucht, Aufklärung und Frömmigkeit, Intellektualität und Erfahrung im Blick auf die Zukunft nicht nur des christlichen Glaubens (K. Rahner) die deutlich verheißungsvollere Alternative im Vergleich zu gegenwärtig aufblühenden Fundamentalismen jeglicher Art - jedenfalls dann, wenn Menschen wieder ganz persönlich und ganz lebenspraktisch zum Wesentlichen ihrer Existenz hier und jetzt „umkehren“ wollen (S. 43). Nur dann kann und wird sich auch unsere Gesellschaft zum Besseren verändern (S. 162).

 Prof. Dr. phil. Hartmut Rosenau, Kiel


Interview mit Manfred Bacher in der Evangelischen Kirchnzeitung (05.06.2020)

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